Erfahrungsheilkunde 2019; 68(02): 67-72
DOI: 10.1055/a-0867-4767
Praxis
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„Entschleunigtes Atmen“ – Zentrales psychosomatisches Angebot in der Ordnungstherapie

Thomas H. Loew
,
Beate Leinberger
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
30. April 2019 (online)

Zusammenfassung

Die Atmung hat Einfluss auf unseren Körper und dient letztlich dem Zweck, Sauerstoff in benötigter Menge aufzunehmen. Aber die Atmung dient auch zu Regulationszwecken, und wir können sie willentlich beeinflussen. Mittels des langsamen, bewussten Atmens können Organfunktionen reguliert werden. Es fußt auf dem Prinzip, dem Körper vorzugaukeln, er schliefe. Der Beitrag zeigt, wie das entschleunigte Atmen erlernt werden kann, welchen klinischen Nutzen es als ordnungstherapeutisches Element hat und gibt einen Überblick über die aktuelle Studienlage.

Abstract

Breathing affects our body and ultimately has the purpose to absorb oxygen in the required quantity. However, breathing also has a regulatory function, and we can deliberately influence it. By means of slow, conscious breathing, organ functions can be regulated. It is based on the principle of getting the body to believe that it is asleep. The article shows how slow breathing can be learned, what clinical benefit it has as a regulatory therapeutic element, and gives an overview of the current study situation.