Inf Orthod Kieferorthop 2009; 41(1): 13-17
DOI: 10.1055/s-0028-1098816
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Die primäre Zahneruptionsstörung

Primary Failure of EruptionE. Rose1
  • 1Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Freiburg / i. Br.
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Publication Date:
17 March 2009 (online)

Zusammenfassung

Störungen des Zahndurchbruchs sind von Zahn­entwicklungs- und Zahnreifungsstörungen zu unterscheiden. Die primäre Zahndurchbruchs­störung ist in der frühen Entwicklung differen­zial­diagnostisch nicht eindeutig einzuordnen. Die Therapie ist aufwendig und es ist mit kieferorthopädischen Maßnahmen alleine nicht möglich, ein klinisch akzeptables Behandlungsergebnis zu erreichen. Beim überwiegenden Teil der Patienten tritt die Störung spontan auf. In einigen Fällen ist eine autosomal dominante Vererbung mit redu­zierter Penetranz und einer hohen Variabilität im Phänotyp bekannt. Mit neuen genetischen Verfahren wird es in absehbarer Zeit möglich sein, die Diagnose frühzeitig zu stellen.

Abstract

Failure of tooth eruption is different from tooth developmental disorders and tooth dysmaturity. Primary failure of eruption is difficult to diagnose in early stages. The treatment is complex and it is often not possible to achieve acceptable treatment results with orthodontic methods only. In most instances primary eruption failure occurs spontaneously. In some well- documented cases an autosomal dominant inheritance with varying penetrance and expressivity was found. Early diagnosis will be possible with new analytic genetic procedures.