Rofo 2009; 181(9): 845-850
DOI: 10.1055/s-0028-1109610
Übersicht

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Prüfanleitung für die Durchführung der ergänzenden Prüfpositionen nach EPQC 4th Edition für digitale Mammografie-Systeme

Leitfaden der deutschen Referenzzentren für Mammografie: Version 1.4Guideline for the Additional Test Positions according to the EPQC 4th Edition for Digital Mammography SystemsA. Sommer1 , H. Lenzen2 , D. Blaser3 , S.-E. Ehlers4 , S. Schopphoven5 , C. John6
  • 1Physikalisch-Technische Qualitätssicherung, Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster
  • 2Institut für Klinische Radiologie, Universitätsklinikum Münster
  • 3Referenzzentrum für Mammographie München
  • 4Referenzzentrum für Mammographie Bremen
  • 5Referenzzentrum für Mammographie Südwest
  • 6Referenzzentrum für Mammographie Berlin
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

eingereicht: 2.4.2009

angenommen: 12.5.2009

Publikationsdatum:
12. August 2009 (online)

Zusammenfassung

Im Rahmen der physikalisch-technischen Qualitätssicherung des Mammografie-Screenings in Deutschland muss nach Beschluss des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an allen eingesetzten digitalen Mammografie-Systemen die Prüfung des Kontrastauflösungsvermögens sowie die Bestimmung der mittleren Parenchymdosis (AGD) auf Grundlage der European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis 4th Edition (EPQC) durchgeführt werden. Dies gilt seit dem 1.1.2009 ebenfalls für alle kurativen eingesetzten Mammografie-Systeme mit digitalem Bildempfänger. Um eine weitgehende Homogenisierung dieser Messung in allen deutschen Bundesländern zu erreichen, wurde von den Referenzzentren für Mammografie ein gemeinsamer Leitfaden erstellt. In dieser Prüfanleitung werden sowohl die Bestimmung der AGD für verschiedene Grundtypen von Mammografie-Systemen beschrieben als auch die Anfertigung und Auswertung der Prüfkörperaufnahmen für die Bestimmung des Kontrastauflösungsvermögens. Dieser Leitfaden wurde vom Arbeitskreis Röntgenverordnung (AK RöV) sowie durch verschiedene Mitarbeiter des NAR (Normenausschuss Radiologie) verifiziert.

Abstract

Within the physical-technical quality assurance of the German breast cancer screening program all digital mammography systems have to perform the contrast resolution test and the determination of the average glandular dose based on the European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis (4th Edition). Since 1.1.2009 this applies to digital systems outside the screening program too. To accomplish uniform measurements in all federal states of Germany, the physical board of the reference centers developed together a special guideline for these test position. This Guideline describes the determination of the average glandular dose for different types of mammography systems, the CDMAM image acquisition and the CDMAM image evaluation as well. This guideline was verified by the German task group ”Röntgenverordnung”.

Literatur

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  • 10 Thijssen M AO, Bijkerk K R, Van der Burght RJM. Manual Contrast-Detail Phantom Artinis CDMAM type 3.4. Section Clinical Physics Department of Radiology University Medical Center Nijmegen and Artinis Medical Systems 2006

1 Wegen der Besonderheiten bei Scan-Systemen (Kolliminatoren) sind für die Positionierung der Messkammer des Dosimeters die entsprechenden Herstellerangaben zu beachten.

2 Die angegebene Abweichung dient zur Orientierung und kann an einzelnen Systemen differieren.

3 Damit bei diesen beiden System-Typen dieselben Aufnahmeparameter wie im Patientenbetrieb gewählt werden, muss die entsprechende PMMA-Dicke mittels Abstandshalter (Spacer) auf die äquivalente Brustdicke korrigiert werden (Tab. 1). Diese Spacer dienen nur der Korrektur der Kompressionsdicke und dürfen keinesfalls die Messung der Einfalldosis nach 2.1.1 oder 2.1.2 beeinflussen.

4 Die angegebenen Abweichungen dienen zur Orientierung und können an einzelnen Systemen differieren.

5 Falls das Ergebnis der Überprüfung des Kontrastauflösungsvermögens negativ ausfällt, ist es zulässig, die Prüfung mit „nicht prozessierten” Aufnahmen zu wiederholen um mögliche Artefakte, die durch das Mamma-Prozessing verursacht werden, ausschließen zu können.

Alexander Sommer

Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster

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