psychoneuro 2008; 34(11/12): 549
DOI: 10.1055/s-0028-1121936
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Schwere Depression - Selektiv oder dual wirksame Substanzen?

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Publication Date:
12 January 2009 (online)

 

In der fachärztlichen Versorgung nimmt nach den Erfahrungen von Prof. Gerd Laux, Wasserburg am Inn, die Zahl von "komplizierten" depressiven Zustandsbildern mit ausgeprägter psychischer Komorbidität bis hin zu therapieresistenten Depressionen kontinuierlich zu. Damit wachsen auch die Anforderungen an die medikamentöse Therapie, gab er zu bedenken.

Sheehan et al. untersuchten bei Patienten mit Depressionen und/oder Angsterkrankungen den Outcome nach 6 Monaten unter der Therapie mit Antidepressiva der 1., 2. oder 3. Generation [1]. Dabei schnitten die Antidepressiva der 3. Generation gegenüber den Vorläufermedikamenten sowohl hinsichtlich der Therapietreue als auch bei der Rehospitalisierungsrate signifikant besser ab. Wichtig bei diesen Patienten ist ausreichende Geduld. Langzeitstudien weisen darauf hin, dass sich der Anteil der Patienten, die eine Remission erreichen, selbst nach über 6-monatiger Therapie, noch kontinuierlich erhöhte.