PiD - Psychotherapie im Dialog 2009; 10(2): 171-175
DOI: 10.1055/s-0029-1223309
Aus der Praxis

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Sozialmedizinische Begutachtung bei Schlafstörungen

Sylvia  Kotterba, Maritta  Orth
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Publication Date:
01 July 2009 (online)

Zusammenfassung

Das Symptom Tagesschläfrigkeit beeinträchtigt Betroffene in allen Bereichen des sozialen Umfeldes. Gutachterliche Stellungnahmen werden im Rentenverfahren, zur Beurteilung der Einsatzmöglichkeiten am Arbeitsplatz und zur Fahrtauglichkeit gefordert. Hinsichtlich der Fahrtauglichkeit sind die zuständigen Instanzen zunehmend sensibilisiert. Obwohl es aus unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Leitlinien Hinweise für die sozialmedizinische Begutachtung gibt, herrscht weiter Unsicherheit hinsichtlich der anzuwendenden Begutachtungsinstrumente. In unterschiedlichen Gremien werden derzeit Standards entwickelt. Vor der endgültigen Begutachtung sollten alle schlafmedizinischen Differenzialdiagnosen abgeklärt und eine optimale Behandlung angestrebt worden sein. Die Bedeutung der Tagesschläfrigkeit ist arbeitsplatzbezogen zu bewerten. Die Bewertung sollte dem Patienten im Hinblick auf Berufswahl und Arbeitsplatzgestaltung mitgeteilt werden. Der Gutachter hat somit die verantwortungsvolle Aufgabe, eine fachübergreifende Differenzialdiagnostik pathologischer Schläfrigkeit durchzuführen und durch geeignete Untersuchungsverfahren Therapieerfolge zu kontrollieren. Zusätzlich wird auf die Beurteilung des Restless-Legs-Syndroms eingegangen. Es sollen gesetzliche Grundlagen und praktisches Umgehen mit den Untersuchungsverfahren dargestellt werden.

Literatur

Prof. Dr. med. Sylvia Kotterba

Neurologische Klinik
Ammerland-Klinik GmbH

Lange Straße 38

26655 Westerstede

Email: sylvia.kotterba@ammerland-klinik.de