Akt Neurol 2011; 38: S11-S16
DOI: 10.1055/s-0030-1265967
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Apomorphininjektionstherapie bei Morbus Parkinson

Apomorphine Injection Therapy for Parkinson's DiseaseP.  Odin1 , 2 , A.  Bilsing3 , J.  Durner4 , H.  Honig1
  • 1Abt. Neurologie, Klinikum-Bremerhaven, Bremerhaven, Deutschland
  • 2Abt. Neurologie, Universitätskrankenhaus, Lund, Schweden
  • 3Abt. Neurologie, Ambulantes Reha-Zentrum Hunsrück, Kastellaun
  • 4Abt. Neurologie, m&i Fachklinik Ichenhausen
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Publication History

Publication Date:
22 February 2011 (online)

Zusammenfassung

Subkutane Apomorphininjektionen sind eine wertvolle und effektive Therapie für Parkinsonpatienten, die trotz optimierter oraler Therapie noch wiederholte „Off”-Phasen zeigen. Die durchschnittliche tägliche „Off”-Zeit kann halbiert werden und die noch bestehenden „Off”-Perioden sind milder ausgeprägt. Diese Effekte sind auch über längere Zeit stabil und es gibt keinen Anhalt für eine Toleranzentwicklung. Die Nebenwirkungen sind meistens gering ausgeprägt. Der beste Effekt wird erreicht, wenn Apomorphin bei relativ jungen, aktiven und kognitiv nicht eingeschränkten Patienten eingesetzt wird. Subkutane Apomorphininjektionen können oft das Weiterarbeiten und das Führen eines normalen Lebens ermöglichen. Apomorphin bietet eine zuverlässige Möglichkeit, schnell aus einer „Off”-Phase zu kommen. Dies führt zu mehr Unabhängigkeit und Selbstvertrauen bei den Betroffenen.

Abstract

Apomorphine as subcutaneous injections offers a valuable and effective treatment alternative for Parkinson patients with oral medication-resistant „off” phases. Its efficacy is stable during long-term therapy, with no signs of patient tolerance. Adverse events are usually mild. The best results are obtained with relatively young, active, and cognitively intact patients. Intermittent s. c. apomorphine therapy can improve the patients' possibilities to continue to work and to live a normal social life, by offering increased freedom and self-confidence through a reliable, quick rescue from the disabling medication-resistant „off” phases.

Literatur

Prof. Dr. med. Per Odin

Abt. Neurologie, Klinikum-Bremerhaven

Postbrookstr. 103

27574 Bremerhaven

Email: per.odin@klinikum-bremerhaven.de