Akt Neurol 2013; 40(01): 28
DOI: 10.1055/s-0033-1333723
Buchbesprechung
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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Stefan Wirth
1  München
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Publication Date:
14 February 2013 (online)

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[1] Es ist verständlich, dass hohe Anforderungen an gute Manager gestellt werden. Aber in gleicher Weise stellen solche, die das in der Medizin werden wollen zu Recht hohe Erwartungen an ein solches Buch, denen Busch und seine Autoren voll gerecht werden. Das ist auch gut so, denn fast jede Stellenausschreibung verlangt heute von den Kandidaten/Innen eingehende Kenntnisse der Betriebswirtschaft und des Managements.

Obwohl der Gesundheitssektor in der BRD seit Jahren mehr als 10% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt und damit sowohl die größte Branche als auch einen der wenigen Bereiche mit stetigem und überdurchschnittlichem Wachstum darstellt, wurden diese Anforderungen vergleichsweise spät gestellt. Stärkster Motor dürfte hierbei die Umstellung der Krankenhauserlöse auf das DRG-System mit konsekutiv zunehmender Konkurrenzsituation sein.

Die Medizin konzentriert seit jeher vielfach interessierte Menschen. Busch verfügt neben seiner 3-fachbegabung in Medizin, Physik und Ökonomie vor allem über die seltene Gabe die oft komplexen Zusammenhänge knapp, nachvollziehbar und aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Als langjähriger Chefarzt und auch ärztlicher Direktor weiß er, worüber er und seine sehr gut ausgewählten Autoren schreiben. Während sein ManagementHandbuch für Radiologen sich auf die Situation eines Faches konzentriert, so stellt das Management-Handbuch für Chefärzte sowohl die Managementgrundlagen heraus als auch deren Anwendung und Zusammenhänge in der Interaktion der verschiedenen Fächer. Dafür wurden repräsentativ überwiegend konservative, operative und dienstleistende Fachgruppen als typische Vertreter gewählt, mit denen sich nahezu jeder Chefarzt identifizieren kann.

Nun kann dem Leser nur noch gewünscht werden, dass sie/er die Fähigkeiten mitbringt, die mit einem Buch nicht erlernt werden können. Denn fast alles andere wird in diesem gelungenen Werk kompakt vermittelt. Während dieses Wissen für leitende Positionen heute unabdingbar ist, so wäre zumindest ein Grundverständnis für die Zusammenhänge auch für alle anderen Krankenhausangestellten sinnvoll.·