Rehabilitation (Stuttg) 2014; 53(S 01): S48-S52
DOI: 10.1055/s-0033-1363206
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Modellprojekt „Wohnen mit Intensivbetreuung (WmI)“: Die Sicht von Stiftung und Mitarbeitenden

Housing Project ‘Living Independently with Intensive Support (WmI)’: The View of Foundation and Staff
K. Bielefeld
1  Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin (FDSt)
,
K. Bald
1  Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin (FDSt)
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Publication History

Publication Date:
28 January 2014 (online)

Zusammenfassung

Der Fürst Donnersmarck-Stiftung (FDSt) geht es bei dem Modellprojekt „Wohnen mit Intensivbetreuung (WmI) “darum zu zeigen, dass ambulante Wohnformen auch bei hohem Unterstützungsbedarf der Klientinnen und Klienten möglich sind. Es wird berichtet, wie die finanziellen, organisatorischen und kommunikativen Voraussetzungen realisiert wurden. Es hat sich gezeigt, dass es zunächst nicht einfach war, traditionelle Denkweisen bei den Kostenträgern u. a. zu überwinden. Insgesamt entstanden durch die ambulante Betreuung keine wesentlich höheren Kosten. Konzeptionelle Änderungen betrafen vor allem die Neuorganisation der pflegenden und pädagogischen Dienste, die eine intensive Vorbereitung und ein hohes Engagement der Mitarbeitenden erforderten. Insgesamt zeigte sich im Prozess der Umsetzung des Wohnprojektes immer wieder ein Spannungsfeld zwischen traditioneller Fürsorge und der Umsetzung eines Konzeptes der Selbstbestimmung für Menschen mit schwersten Behinderungen, das aber überwindbar war.

Abstract

The Fürst Donnersmarck-Foundation (FDSt) ini­tiated the housing projekt ‘Living Independently with Intensive Support (WmI)’ to show that such a concept is feasible even with persons with severe multiple handicaps. It is reported how financial, organisational and communicative problems can be solved. Overall, the housing project is not much more expensive than inpatient concepts, but a change of traditional concepts of administration was required. The new service mode presupposed a careful preparation and high motivation of the staff. Finally, existing discrepancies between traditional and modern concepts could be resolved.