Zeitschrift für Komplementärmedizin 2014; 06(02): 42-47
DOI: 10.1055/s-0034-1375948
zkm | Praxis
Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG Stuttgart

„Worte wie Medizin“ bei Schmerz

Worte wecken Erwartungen oder knüpfen an Erfahrungen an – Welche Worte wir verwenden, kann darüber entscheiden, ob wir verletzen oder heilen
Milena Seemann
,
Nina Zech
,
Ernil Hansen
Further Information

Publication History

Publication Date:
26 May 2014 (online)

Zusammenfassung

Ein beachtlicher Teil von Beschwerden bei Patienten ist durch Negativsuggestionen und Noceboeffekte ausgelöst. Sie gilt es zu kennen, zu erkennen und zu vermeiden.

Der natürliche Trancezustand, in den Patienten durch Schmerz und Stress als Schutzreaktion gehen, ist durch erhöhte Aufmerksamkeit und Suggestibilität gekennzeichnet. Dabei können Suggestionen direkt physische und psychische Reaktionen auslösen: unbedachte Äußerungen können besonders gefährlich wirken. Dieser Zustand kann aber auch effektiv für positive, schmerzlindernde und heilungsunterstützende Suggestionen genutzt werden.

Der Kontext, d. h. die individuellen Schwachstellen und Vorerfahrungen des Patienten sowie die therapeutische Beziehung zwischen Arzt und Patient, bestimmt die Wirksamkeit negativer wie positiver Suggestionen.