Gastroenterologie up2date 2014; 10(04): 247-262
DOI: 10.1055/s-0034-1391038
Darm/Anorektum
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Aktuelle Therapie des Morbus Crohn

Jan C. Preiß
,
Britta Siegmund
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
11. Dezember 2014 (online)

Kernaussagen

Diagnostik

  • Die Diagnose Morbus Crohn ergibt sich erst in der Zusammenschau von Klinik, Labor, bildgebenden Verfahren und Histologie.

  • Zur Diagnostik einer Dünndarmbeteiligung sollte in erster Linie eine MRT durchgeführt werden.

  • Bei selektierten Patienten sind die Sonografie, CRP oder Calprotectin geeignet zur Verlaufskontrolle.

  • Überwachungskoloskopien sind bei der Kolitis Crohn genauso wichtig wie bei der Colitis ulcerosa.

Therapie

  • Die Erstlinientherapie im Schub beim Morbus Crohn erfolgt vor allem mit topischen oder systemischen Glukokortikoiden. Zur Dauertherapie sind diese Medikamente ungeeignet.

  • Viele Patienten benötigen eine zügige Einleitung einer remissionserhaltenden Immunsuppression mit Azathioprin und/oder einem TNF-Blocker. Eine Operation stellt mitunter eine Alternative zur immunsuppressiven Therapie dar.

  • Ein aktives perianales Fistelleiden erfordert eine kombinierte operative und medikamentöse Therapie. Initial sollen eine Drainage von Abszessen und Fisteln sowie eine immunsuppressive Therapie erfolgen.

  • Die meisten extraintestinalen Manifestationen und Komplikationen erfordern eine Intensivierung der Therapie der Grunderkrankung.