Drug Res (Stuttg) 2015; 65(S 01): S11-S12
DOI: 10.1055/s-0035-1558062
Symposium der Paul-Martini-Stiftung
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Osteoarthrose – nur symptomatische oder auch kausale Therapie?

T. Pap
Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin (IEMM), Universitätsklinikum Münster
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Publication Date:
04 November 2015 (online)

Die Osteoarthrose, im englischen Sprachraum wegen ihrer entzündlichen Komponente auch Osteoarthritis genannt, ist die häufigste Gelenkerkrankung. Sie betrifft mehr als die Hälfte aller 65-jährigen und stellt in unserer einerseits alternden, anderseits aber auf möglichst lange Mobilität des Einzelnen bedachten Gesellschaft eine zunehmende sozioökonomische Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere, da es in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren keine nennenswerten Fortschritte in der (medikamentösen) Therapie der Osteoarthrose gegeben hat. Eine Vielzahl von Studien vor allem zur Sekundär- und Tertiärprävention durch Verhaltensumstellung und Patientenaufklärung sowie zu abgestuften Therapierichtlinien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die pharmakologischen Möglichkeiten nach wie vor in der symptomatischen Beeinflussung von Schmerzen und Entzündungsschüben erschöpfen, und es Fortschritte vor allem in den operativen Therapieverfahren gegeben hat.