Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598288
Freie Vorträge – Sektion Schlafmedizin
Auswirkungen von Lungen und Herzerkrankungen auf Schlaf- und Schlafbezogene Atmungsstörungen – Helgo Magnussen/Großhansdorf, Nikolaus Netzer/Bad Aibling
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Manifestationszeitpunkt einer akuten Lungenembolie bei Patienten mit und ohne obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom

A Wittkowska
1  Medizinische Klinik I, Klinikum Augsburg
,
T Wagner
1  Medizinische Klinik I, Klinikum Augsburg
,
C Faul
1  Medizinische Klinik I, Klinikum Augsburg
,
M Schwaiblmair
1  Medizinische Klinik I, Klinikum Augsburg
,
TM Berghaus
1  Medizinische Klinik I, Klinikum Augsburg
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Hintergrund:

Schlafbedingte Atemstörungen stellen möglicherweise einen Risikofaktor für thromboembolische Ereignisse dar.

Methode:

In einer prospektiven Kohortenstudie wurde untersucht, welcher zeitliche Zusammenhang zwischen dem ersten Symptom einer akuten Lungenembolie (LE) und dem Schlaf besteht. Hierzu wurden 270 Überlebende einer akuten LE mittels Polygrafie und Polysomnografie untersucht. Symptome, welche während des Schlafs oder in der ersten Stunde nach dem Erwachen auftraten, wurden als schlafbezogen definiert.

Ergebnisse:

Eine akute LE manifestiert sich signifikant häufiger während des Schlafs bei Patienten mit einer moderaten oder schweren obstruktiven Schlafapnoe (OSA) im Vergleich zu Patienten mit einem AHI ≤15/h (73,1% versus 26,9%, p < 0,001). Das relative Risiko eine LE während des Schlafes zu erleiden steigt signifikant mit der Schwere des OSA-Syndroms.

Schlussfolgerung:

Möglicherweise besteht ein pathophysiologischer Zusammenhang zwischen einer OSA und einer akuten LE.