Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 82-83
DOI: 10.1055/s-0038-1670996
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Gynäkologische Onkologie I
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Immunzellaktivierung und Immunzellpopulationen im peritumoralen Aszitesmilieu bei Ovarialkarzinompatientinnen

TH Ayub
1  Universitätsfrauenklinik, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
2  Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
,
S Riemann
2  Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
,
MD Keyver-Paik
1  Universitätsfrauenklinik, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
,
W Kuhn
1  Universitätsfrauenklinik, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
,
W Barchet
2  Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
,
K Kübler
1  Universitätsfrauenklinik, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
2  Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Centrum für integrierte Onkologie, Universität Bonn, Bonn, Deutschland
3  Broad Institute of MIT and Harvard, Cambridge, Vereinigte Staaten von Amerika
4  Department of Pathology and Cancer Center, Massachusetts General Hospital, Boston, Vereinigte Staaten von Amerika
5  Havard Medical School Boston, Boston, Vereinigte Staaten von Amerika
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Einleitung:

Das Ovarialkarzinom ist das prognostisch ungünstigste gynäkologische Malignom. Um eine Verbesserung des Gesamtüberlebens zu erreichen, sind neue Therapieansätze notwendig. Maligner Aszites repräsentiert das peritumorale Milieu beim Ovarialkarzinom. In dieser Arbeit haben wir untersucht, ob inflammatorische und antiinflammatorische Zytokine und Chemokine im malignen Aszites von Patientinnen mit Ovarialkarzinom als Hinweis auf eine tumorinduzierte Immunantwort vorhanden sind.

Material und Methoden:

Es wurden insgesamt 32 Aszitesproben von therapienaiven Patientinnen mit serös-papillärem Ovarailkarzinom (FIGO IIIc/IVa) gewonnen. Zellfreier Aszites wurde durch Zentrifugation separiert. Alle Proben wurden auf das Vorhandensein von IL-6, IP-10, TNF-α, M-CSF, IL-12p40, IL-13, IFN-γ, IL-1ß, IL-10 und TGF-ß mittels ELISA untersucht.

Ergebnisse:

In allen Aszitesproben zeigten sich der Nachweis von IL-6, IP-10, TNF-α, M-CSF und IL-12p40. IL-13, IFN-γ und IL-1ß konnten typischerweise nicht detektiert werden. Hohe Konzentrationen an IL-10 und TGF-ß wurden nachgewiesen.

Diskussion:

Unsere Daten unterstützen vorherige Arbeiten, dass das Ovarialkarzinom in der Lage ist eine Immunzellantwort zu induzieren. Basierend auf diesem hohen immunogenen Potenzial erscheinen immuntherapeutische Behandlungsansätze vielversprechend.