Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 234
DOI: 10.1055/s-0038-1671467
Poster
Freitag, 02.11.2018
Pränatal- und Geburtsmedizin VI
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Hundert Jahre Geburtshilfe am Beispiel der Jahre 1917 und 2017 in der I. Frauenklinik der Universität München

T Vilsmaier
1  LMU München, München, Deutschland
,
R Kästner
1  LMU München, München, Deutschland
,
I Alba-Alejandre
1  LMU München, München, Deutschland
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Vor 100 Jahren bekam die deutsche Frau im Durchschnitt vier bis fünf Kinder. Heute bekommt die Durchschnittsfrau 1,38 Kinder. Noch vor 100 Jahren verloren von 100.000 Frauen 350 unter der Geburt und im Wochenbett ihr Leben. Heutzutage liegt die maternale Sterblichkeit bei 3/100.000. Das Ziel dieser retrospektiven Studie war der Vergleich dieser und verschiedener weiterer Aspekte der Geburtshilfe an einer der ältesten Universitätsfrauenkliniken in Deutschland über einen Zeitraum von 100 Jahren.

Materialien:

Die Studie analysiert retrospektiv Daten der Geburtenbücher aus den Jahren 1917 und 2017 der I. Frauenklinik der Universität München und vergleicht einzelne geburtshilflicher Parameter.

Methoden:

Retrospektive Fallanalysen mit Gegenübergestellung der Geburtsbücher der Jahre 1917 und 2017.

Ergebnisse:

Es wurden insgesamt 2475 Geburten aus dem Jahr 1917 und 2229 Geburten aus dem Jahr 2017 an der I. Frauenklinik der Universität München miteinander verglichen. Es zeigten sich Unterschiede hinsichtlich des mittleren Alters der Gebärenden, der Parität, der Sectiorate, der Mortalität von Kind und Mutter und der Dauer des Klinikaufenthaltes.

Zusammenfassung:

Es wird die Entwicklung der Geburtshilfe incl. der Auswirkungen auf die Geburtsverläufe innerhalb eines Jahrhunderts exemplarisch an der I. Frauenklinik der Universität München gezeigt.