Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 2018; 12(01): 63-80
DOI: 10.1055/s-0043-110814
Allgemeine Chirurgie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Varikose der unteren Extremitäten: wann und wie behandeln?

Andreas Bayer*
,
Birgit Kahle*
,
Marco Horn
,
Anna Lena Recke
,
Tobias Keck
,
Markus Kleemann
Further Information

Publication History

Publication Date:
06 February 2018 (online)

Die Varikosis der unteren Extremität stellt eine häufige Erkrankung dar, die zu Ödemen, trophischen Störungen und Ulzerationen der Haut führen kann. In den letzten 15 Jahren haben sich neben dem klassischen operativen Verfahren der Krossektomie mit Stripping der Stammvene zunehmend minimalinvasive endoluminale Behandlungsverfahren etabliert, sodass dem modernen Phlebologen nun ein bunter Strauß an Prozeduren zur Verfügung steht. Es gilt, daraus für jeden Patienten die individuell optimale Behandlungsoption zu wählen.

Kernaussagen
  • In den vergangenen 15 Jahren haben sich verschiedene endoluminale Techniken in der Behandlung der Varikosis der unteren Extremität entwickelt und etabliert. Hierzu zählen im Wesentlichen

    • die Radiofrequenzobliteration (RFO),

    • die endovenöse Lasertherapie (EVLT) und

    • die Schaumsklerosierung.

  • Diese Techniken können zu Langezeitergebnissen führen, die denen des konventionellen Strippings mit Krossektomie vergleichbar sind.

  • Sie bringen den Vorteil der meist besseren Kosmetik und schnelleren Rekonvaleszenz, sind aber kostenintensiv und werden nicht von allen Krankenkassen übernommen.

  • Die Behandlung der Beinvenenvarikosis sollte aufgrund der dargestellten Vielzahl moderner Verfahren in spezialisierten Zentren erfolgen, in denen die dargestellten Techniken beherrscht werden.

* Andreas Bayer und Birigt Kahle haben den Beitrag zu gleichen Teilen verfasst.