Pneumologie 2017; 71(12): 837-842
DOI: 10.1055/s-0043-114961
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Im Gespräch mit COPD-Patienten: patientenzentriert kommunizieren[*]

In Exchange with COPD Patients: Towards a Patient-Oriented Communication

Authors

  • N. M. Stenzel

    1   Psychologische Hochschule Berlin
  • K. Kenn

    2   Schön-Klinik Berchtesgadener Land, Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Philipps-Universität Marburg
  • G. Steinkamp

    3   Medizinisch-wissenschaftliches Publizieren, Schwerin
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Publication History

eingereicht16 June 2017

akzeptiert26 June 2017

Publication Date:
05 October 2017 (online)

Zusammenfassung

Die Lebensqualität von COPD-Patienten ist häufig deutlich beeinträchtigt. Neben den körperlichen Limitationen der Betroffenen treten häufig psychische Komorbiditäten auf. Damit gehen häufig auch dysfunktionale Annahmen der Betroffenen in Bezug auf ihre Erkrankung und deren Behandlung einher. Diese können nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen weiter beeinträchtigen, sondern auch Auswirkungen auf die Kommunikation zwischen Arzt und Patient sowie das Krankheitsverhalten haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Behandler sie im Dialog mit dem Patienten berücksichtigen.

Der folgende Beitrag thematisiert, welches Gewicht dysfunktionalen Krankheitsannahmen und psychischen Komorbiditäten bei COPD zukommt, und geht auf die Möglichkeiten ein, diese im Arzt-Patient-Kontakt positiv zu berücksichtigen.

Abstract

The quality of life can be severely impaired in patients with COPD. In addition to physical restraints, they often suffer from psychological comorbidities (e. g. anxiety, depression). Psychological comorbidities are often associated with dysfunctional beliefs about the illness and its treatment. Such dysfunctional beliefs, in turn, are likely to negatively affect patients’ quality of life as well as their communication with physicians and their illness behavior in general. It is therefore important for physicians to adapt their communication to account for patients’ dysfunctional beliefs.

This paper will review the role of dysfunctional beliefs and psychological comorbidities in COPD. It will also elaborate on potential ways to adjust communication between physicians and patients accordingly.

* Dieses Manuskript basiert auf einem Vortrag bei der Expertentagung „Luftschlösser“ zum Thema „Exazerbation der COPD“ am 17. Februar 2017 in Wiesbaden (Sponsor: Boehringer Ingelheim).