Akt Neurol 2018; 45(01): 29-43
DOI: 10.1055/s-0043-118215
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zerebrale und spinale Bildgebung der Multiplen Sklerose: ein Update

Brain and Spinal Cord MRI in Multiple Sclerosis: an Update
Mike P. Wattjes
1  Dept. of Radiology & Nuclear Medicine, VU University Medical Center, Amsterdam, The Netherlands
2  Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
,
Peter Raab
2  Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
27 October 2017 (eFirst)

Zusammenfassung

Die Magnetresonanztomografie spielt in der Diagnostik der Multiplen Sklerose (MS) eine entscheidende Rolle und wurde deshalb innerhalb der MS-Diagnosekriterien verankert. Insbesondere für den Ausschluss wichtiger Differenzialdiagnosen werden immer neue MRT-Marker etabliert, wie beispielsweise das sogenannte „central vein sign“. Neben der Diagnostik hat die MRT in der MS-Verlaufsbeobachtung, und hierbei insbesondere bei der Pharmakovigilanz, eine zunehmende klinische Relevanz erlangt. Dies beinhaltet nicht nur die Erfassung der Behandlungseffektivität, sondern auch die Prädiktion des Behandlungserfolges und das Sicherheitsmonitoring. Quantitative MRT-Methoden sowie der Einsatz der (Ultra-)Hochfeld-MRT bieten uns in zunehmendem Maße die Möglichkeit, die MS-Pathologie insbesondere in auf dem konventionellen MRT-Bild normal erscheinendem Gewebe zu erfassen und zu quantifizieren. Dennoch wird die Standardisierung dieser Techniken für die MS-Diagnostik und Verlaufsbeobachtung zu den großen Herausforderungen in der Zukunft zählen, um damit diese vielversprechenden Methoden in die klinische Routine zu implementieren und zu etablieren.

Abstract

Magnetic resonance imaging (MRI) plays an important role in the diagnosis of multiple sclerosis and it has been incorporated into the McDonald diagnostic criteria for MS. In particular, for the exclusion of important differential diagnosis, new MRI markers are established such as the “central vein sign”. In addition to diagnostic purposes, MS monitoring is getting increasingly important, particularly for purposes of pharmacovigilance. This includes monitoring of treatment efficacy, prediction of treatment response and safety monitoring. Quantitative MRI methods and ultra-high field MRI offer the opportunity for quantitative assessment of damage in the normal appearing brain tissue. However, the standardization of these techniques for implementation in clinical routine will be one of the major challenges in the future.