Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 2017; 11(06): 605-616
DOI: 10.1055/s-0043-118750
Oberer Gastrointestinaltrakt
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Minimalinvasive Chirurgie des Ösophaguskarzinoms

Christoph Wullstein
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Publication Date:
30 November 2017 (online)

Die Ösophagektomie stellt auch heute den wesentlichen Bestandteil der Behandlung des Ösophaguskarzinoms dar. Wenngleich in den letzten zwei Jahrzehnten deutliche Fortschritte in der Senkung der Morbidität und Letalität der Operation erreicht wurden, so ist die Ösophagektomie auch heute noch mit einer substanziellen Komplikationsrate vergesellschaftet. Vielfach wird heute zunehmend die minimalinvasive Ösophagektomie (MIE) eingesetzt, um das perioperative Risiko der Ösophagektomie weiter zu reduzieren.

Kernaussagen
  • Die Diagnostik, die differenzierte Therapie und das operative Vorgehen beim Ösophaguskarzinom sind in der gültigen deutschen S3-Leitlinie beschrieben.

  • Die minimalinvasive Ösophagektomie reduziert die postoperative Morbidität, insbesondere wird die Rate an pulmonalen Komplikationen signifikant gesenkt.

  • Eventuell geht die minimalinvasive Ösophagektomie mit einer gering erhöhten Re-Interventionsrate einher.

  • Die Anforderungen an die operative Radikalität entsprechen exakt denen der offenen Operation.

  • Die minimalinvasive Ösophagektomie entspricht in Anzahl der entfernten Lymphknoten und R0-Resektionsraten der offenen Operation.

  • Als komplexe Operation erfordert die minimalinvasive Ösophagektomie operateur- und teambezogen Erfahrungen sowohl in der Ösophaguschirurgie als auch bei komplexen minimalinvasiven Operationen.