EHK 2007; 56(1): 18-20
DOI: 10.1055/s-2007-968088
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Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Wasser - unser wichtigstes Lebensmittel

Qualitätskriterien für Wasser anhand seiner Funktion im Stoffwechsel
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Publication Date:
16 January 2007 (online)

Einleitung

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel - darüber ist sich die Menschheit heute einig. Doch Wasser ist nur dem Anschein nach gleich Wasser. Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe und Reinheitsgrade kann Wasser sehr unterschiedlich in unserem Körper wirken.

Die öffentliche Diskussion um Wasser beschäftigte sich in der Vergangenheit vor allem mit dem, was Wasser bringen, oder nicht bringen soll. Gemeint sind einerseits die als gesundheitsfördernd geltenden Mineralien, andererseits Schadstoffe wie Nitrat, Nitrit, Schwermetalle, Bakterien und so weiter. Doch dieser Ansatz ist nach Meinung vieler Experten nicht der richtige Blickwinkel, unter dem Wasser betrachtet werden sollte. Außer Frage ist natürlich, dass Wasser immer frei von Schadstoffen sein muss. Sind jedoch die Mineralien im Mineral- und Leitungswasser wirklich unentbehrlich? Wie beeinflussen sie das Wasser in seiner eigentlichen Funktion, nämlich als Transportmittel im Stoffwechsel? Eine andere interessante Frage ist, welches Wasser für uns „natürlich” ist, das heißt, von der Natur für den Menschen als Trinkwasser vorgesehen.

Quellwasser und Flusswasser sind stets „weich”, also gering mineralisiert, Regenwasser praktisch frei von Mineralien. Diese Wassertypen bildeten über Jahrtausende die Grundlage der menschlichen Flüssigkeitsversorgung. Das Trinken von Mineralwasser mit hohem Mineralstoffgehalt aus so genannten Brunnen ist ein Phänomen der letzten hundert Jahre, denn erst durch die Industrialisierung wurden Möglichkeiten geschaffen, hunderte Meter in die Tiefe zu bohren, um die dort lagernden Wasserreservoirs anzuzapfen und an die Oberfläche zu pumpen. Wir sehen also, es ist ganz und gar nicht natürlich, hartes, mineralisches Wasser zu trinken. Auch das gängige Leitungswasser ist mit dem ursprünglichen Trinkwasser des Menschen nicht mehr zu vergleichen. Aufwendige Reinigungsverfahren müssen eingesetzt werden, um das Wasser sauber in die Haushalte zu bringen.

Medikamentenrückstände, Hormonrückstände (Stichwort Antibabypille) werden zum immer größeren Problem, sie können nur in seltenen Fällen aus dem Trinkwasser entfernt werden. Die Qualität der Rohrsysteme ist ebenfalls problematisch und verursacht nicht selten Schwermetallbelastungen.

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