Viszeralchirurgie 2007; 42(6): 359-365
DOI: 10.1055/s-2007-981387
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen - Konservative und postoperative Therapie

Inflammatory Bowel Disease - Medical and Post-Surgical TherapyG. Rogler1
  • 1Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Department für Innere Medizin, Universitäts-Spital Zürich
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Publication Date:
20 December 2007 (online)

Einleitung

Die konservative Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist, obwohl in den letzten Jahren wichtige Fortschritte im Verständnis der Pathophysiologie und Ätiologie gemacht werden konnten, weitgehend symptomatisch orientiert. Der Verlauf und die Ausdehnung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind sehr variabel, was eine differenzierte Therapie erfordert, die sich an individuellen Gegebenheiten orientiert. Nach wie vor ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen die medikamentöse Therapie. Sie wird zur Remissionsinduktion bei akuten Erkrankungsschüben, bei chronisch-aktiver Erkrankung, sowie zur Remissionserhaltung eingesetzt. Beim Versagen der medikamentösen Therapie oder beim Auftreten von Komplikationen sind operative Maßnahmen indiziert. Häufig werden diese sehr spät eingesetzt, obwohl sich die operativen Verfahren in den letzten Jahren vielfach verbessert haben. Im folgenden werden die konservativen Therapieoptionen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zunächst für den Morbus Crohn und dann für die Colitis ulcerosa dargestellt.