Phlebologie 2018; 47(01): 21-23
DOI: 10.12687/phleb2408-1-2018
Übersichtsarbeit – Review
Schattauer GmbH

Kompression nach Sklerotherapie mit flüssigen und aufgeschäumten Agenzien

Article in several languages: deutsch | English
T. Noppeney
1   MVZ Obere Turnstraße, Nürnberg
,
J. Noppeney
1   MVZ Obere Turnstraße, Nürnberg
,
B. Cucuruz
1   MVZ Obere Turnstraße, Nürnberg
› Author Affiliations
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Publication History

Eingereicht: 15 December 2017

Angenommen: 15 December 2017

Publication Date:
15 March 2018 (online)

Zusammenfassung

Einleitung

Die Kompressionstherapie gehört zu den basistherapeutischen Maßnahmen der Phlebologie. Aus einer Befragung unter deutschen Phlebologen wissen wir, dass diese in etwa 30 Prozent der Fälle, Patienten nach Sklerotherapie mit Kompressionsstrümpfen versorgen.

Methodik

Um die Frage zu beantworten ob Kompressionstherapie nach Sklerotherapie zu besseren Ergebnissen führt, haben wir eine systemische Literaturrecherche in Medline, Pubmed Central und Embase durchgeführt. Dabei konnten wir fünf prospektive randomisierte Studien, eine prospektive Kohortenstudie und Leitlinienempfehlungen zu diesem Thema identifizieren.

Ergebnisse

Die vorliegende Literatur zeigt, dass Kompressionstherapie bis zu 3 Wochen nach Sklerotherapie von Besenreiser und retikulären Varizen zu einer Verbesserung der Ergebnisse, sowie zu einer Verminderung von Pigmentierungen führt. Die Datenlage zur Schaumsklerotherapie größerer Venen ist uneinheitlich, eine prospektiv randomisierte Studie zeigt keinen positiven Effekt der Kompressionstherapie, eine prospektive Kohortenstudie ergibt einen besseren Sklerosierungserfolg in Abhängigkeit von der Compliance der Patienten.

Schlussfolgerung

In den Leitlinien wird im Allgemeinen eine Empfehlung zur Kompressionstherapie nach Sklerotherapie abgegeben, wobei keine Empfehlungen zur Dauer der Kompression erfolgen. Aufgrund der eingeschränkten Datenlage sind weitere Studien nötig um den Benefit der Kompression nach Sklerotherapie deutlich zu belegen.