Zusammenfassung
Die Struktur des Faktor-XI-Gens wurde bei sechs nicht verwandten Ashkenazim mit Faktor-XI-Mangel
analysiert. Es wurden keine groben Veränderungen dieser Gene durch Southern-Blot-Analyse
der genomischen DNA gefunden. Die Klonierung der Faktor-XI-Gene, die Polymerase-Chain-Reaction(PCR)-Analyse
und die Sequenzierung der Exone und der Exon/Intron-Verbindungen machte es möglich,
eine Mutation der Spleiß Verbindung, eine Nonsens-Mutation und eine SauSAI-Mutation
zu identifizieren. Diese drei Arten von Allelen zusammen erklären alle genetischen
Defekte bei diesen sechs Personen. Das Vorkommen multipler Allelmutationen läßt die
Hypothese des selektiven Vorteils gegenüber der genetischen Verschiebungshypothese
als Erklärung des Überlebens des abnormen Faktor-XI-Gens wahrscheinlicher erscheinen.