Zentralbl Chir 2021; 146(S 01): S64
DOI: 10.1055/s-0041-1733397
Abstracts

V-161 Uniportale VATS Technik für das gesamte Spektrum thorakoskopischer Eingriffe

Authors

  • R Safarov

    1   Universitätsklinikum Jena, Herz- und Thoraxchirurgie, Jena, Deutschland
  • T Sandhaus

    1   Universitätsklinikum Jena, Herz- und Thoraxchirurgie, Jena, Deutschland
  • A Moschovas

    1   Universitätsklinikum Jena, Herz- und Thoraxchirurgie, Jena, Deutschland
  • K Abdyvasiev

    1   Universitätsklinikum Jena, Herz- und Thoraxchirurgie, Jena, Deutschland
  • S Lang

    2   Universitätsklinikum Jena, Innere Medizin V, Jena, Deutschland
  • T Rachow

    2   Universitätsklinikum Jena, Innere Medizin V, Jena, Deutschland
  • M Steinert

    3   Universitätsklinikum Jena, Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Jena, Deutschland
  • T Doenst

    1   Universitätsklinikum Jena, Herz- und Thoraxchirurgie, Jena, Deutschland
 
 

Hintergrund

Die uniportale VATS stellt im Vergleich zur klassischen triportalen VATS eine Weiterentwicklung der minimalinvasiven Behandlung thoraxchirurgischer Patienten dar und könnte potentiell mit weniger postoperativen Schmerzen und kürzeren Krankhausaufenthalten assoziiert sein. In der Literatur beinhalten die meisten Fallserien nur anatomische Lobektomien, die Erfahrung bezüglich des restlichen Spektrums thoraxchirurgischer Eingriffe ist begrenzt. In unserer Klinik wird diese Technik seit einigen Jahren im gesamten Spektrum thorakoskopischer Eingriffe eingesetzt. Ziel dieser Analyse ist es zu untersuchen, in wie weit sich die uniportale VATS Technik für alle thoraxchirurgischen Eingriffen neben Lobektomien eignet.


Material und Methode

Wir untersuchten alle 374 Patienten in einem Zeitraum von 6 Jahren, die in uniportaler VATS Technik in unserem Zentrum operiert wurden. Die Analyse beinhaltet demographischen und operative Daten und bewertet Komplikationen und Sterblichkeit.


Ergebnis

Das durchschnittliche Alter war 55,7±16,3 Jahre. 57% der Patienten waren männlich. Es wurden Lobektomien (9%), Keilresektionen (41%), Pleurektomien/Pleurodesen (55%), LK-Dissektionen (14%), Hämatomausräumungen (3%), mediastinale Tumorresektion (2%) und Sympathektomien (1%) durchgeführt. Die Schnitt-Naht Zeit betrug 47,1±31,8 Minuten. Konversionen zu einem offen chirurgischen Zugang waren nicht notwendig. Die Entfernung der thorakalen Drainagen erfolgte im Schnitt nach 1,8±1,1 Tagen. Die Länge des Krankenhausaufenthaltes war 6,5±12,54 Tage. Die Rate aller Komplikationen lag mit 16% (verlängerter Aufenthalt, Tod, Empyem, Pneumothorax, Hämatom, Pneumonie, Re-Operation, antibiotische Therapie etc.) im erwarteten Bereich. Die 30-Tage-Mortalität lag für das Gesamtkollektiv bei 6%. Dies betraf insbesondere palliative Patienten, die 19 der 23 Todesfälle ausmachten.


Schlussfolgerung

Die uniportale VATS Technik bietet über die VATS-Lobektomien hinaus eine valide und sichere Option zur Durchführung thorakoskopischer Eingriffe. Die hohe 30-Tage-Mortalität bei palliativen Pleurodesen weist auf die Notwendigkeit hin, die verwendeten Techniken (z.B. Non-Intubated) weiter zu entwickeln.



Publication History

Article published online:
06 September 2021

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