Summary
The aim of this study was to collect administered activities of important nuclear medicine diagnostic examinations and to identify frequencies as well as age distributions in the light of hybrid devices in Austria. Based on the survey data a re-evaluation of dose reference levels for nuclear medicine has been published in June 2010 in the novella of the Austrian Medical Radiation Protection Regulation (MedStrSchV) (8), also an estimate of the average individual doses of the total population. Accurate data on nuclear medicine studies of 34% of all Austrian nuclear medicine units could be collected. Results: Extrapolated there are about 150 000 nuclear medicine examinations per year performed in Austria. The median age of patients is thereby 62 years. The results of this study resulted in 65% of the dose reference values to change, whereas 48% had to be revised downwards and 17% upwards. Additionally, 5 new reference values were included in the list; three more were taken out, however. The estimation of the individual effective patient dose for each offered examination was on average 4.7 mSv. An extrapolation based on the total exposure of the population with regard to uninvolved persons and children led to 0.07 mSv per year by nuclear medicine examinations. Conclusion: The published diagnostic reference values correspond to the normal investigative practice in Austria and are compliant with most international recommendations. The term „optimal value“ has been removed from the text of the law, because such wording would be misleading.
Zusammenfassung
Das Ziel dieser Arbeit lag in der Erfassung von applizierten Aktivitäten wichtiger nuklearmedizinischer diagnostischer Untersuchungen und der Bestimmung von Häufigkeiten als auch Altersverteilungen unter Berücksichtigung von Hybridgeräten in Österreich. Anhand der Erhebungsdaten erfolgte eine Reevaluierung der Dosisreferenzwerte für die Nuklearmedizin im Rahmen der im Juni 2010 veröffentlichten Novelle der österreichischen Medizinischen Strahlenschutzverordnung (MedStrSchV) [8] und eine Abschätzung der durchschnittlich individuellen Dosen der Gesamtbevölkerung. Es konnten exakte Daten über nuklearmedizinische Untersuchungen von 34% der österreichischen nuklearmedizinischen Einheiten erhoben werden. Ergebnisse: Es werden hochgerechnet ca. 150 000 nuklearmedizinische Untersuchungen pro Jahr in Österreich durchgeführt. Das mediane Alter der Patienten beträgt dabei 62 Jahre. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie führten bei 65% der Dosisreferenzwerte zu Veränderungen, wobei 48% nach oben und 17% nach unten zu revidieren waren. Zusätzlich wurden 5 neue Referenzwerte in die Liste aufgenommen, drei weitere wurden hingegen herausgenommen. Die Abschätzung der individuellen effektiven Patientendosis für jede einzelne angebotene Untersuchungsform betrug im Mittel 4,7 mSv. Eine Hochrechnung bezüglich der Gesamtexposition der Bevölkerung mit Berücksichtigung unbeteiligter Personen und Kinder ergab 0,07 mSv/Jahr durch nuklearmedizinische Untersuchungen. Schlussfolgerung: Die veröffentlichten diagnostischen Referenzwerte (DRWs) entsprechen der üblichen Untersuchungspraxis in Österreich und sind mit der Mehrzahl internationaler Empfehlungen konform. Der Begriff „Optimalwert“ wurde aus dem Gesetzestext herausgenommen, da eine solche Wortwahl irreführend wäre.
Keywords Nuclear medicine diagnostics - diagnostic reference levels - effective dose - collective dose
Schlüsselwörter Nuklearmedizinische Diagnostik - diagnostische Referenzwerte - effektive Dosis - Kollektivdosis