Klin Monbl Augenheilkd 2021; 238(01): 33-40
DOI: 10.1055/a-1325-9061
Übersicht

Lidoperationen bei endokriner Orbitopathie

Article in several languages: English | deutsch
Christoph Hintschich
Augenklinik, Klinikum der Universität München, Deutschland
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Zusammenfassung

Bei einer endokrinen Orbitopathie entwickeln sich häufig Veränderungen der Augenlider, die sowohl Folgen eines Volumeneffekts als auch einer Fehlstellung sein können. Beides, eine Dermatochalasis mit Fettprolaps wie auch eine Lidretraktion, stellen eine Beeinträchtigung funktioneller und/oder ästhetischer Art dar. Vorliegender Text gibt einen Überblick über Indikation, Zeitpunkt und Prinzipien bei ausgewählten chirurgischen Eingriffen zur Korrektur dieser Lidveränderungen; für lidverlängernde Eingriffe an Ober- und Unterlidern werden operative Details aufgezeigt. Eine chirurgische Korrektur sollte möglichst im abgeheilten, stabilen Stadium der endokrinen Orbitopathie (EO) erfolgen. Zur Korrektur der EO-bedingten Oberlidretraktion hat sich vorzugsweise die „anteriore Blepharotomie“ durchgesetzt. Für die Unterlidverlängerung existiert keine allgemein anerkannte Standardprozedur, die Verwendung eines Interponats ist jedoch sinnvoll. Bei der Blepharoplastik sollte ein Orbitafettgewebsprolaps und das Subbrauen-Fettpad berücksichtigt, ein Tränendrüsenprolaps nicht übersehen werden und eine Hautexzision eher zurückhaltend ausfallen.



Publication History

Received: 24 November 2020

Accepted: 02 December 2020

Publication Date:
14 January 2021 (online)

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