Inf Orthod Kieferorthop 2009; 41(3): 207-218
DOI: 10.1055/s-0029-1224597
Fallberichte

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Non-Extraktionstherapie von Engständen mithilfe des Damon®-Systems – Fallberichte und kephalometrische Evaluierung

Non-Extraction Therapy of Crowding with the Damon®-System – Case Reports and Cephalometric EvaluationG. Ibel1 , I. Barbu2 , B. Vande Vannet1 , H.-P. Bantleon2
  • 1Department of Orthodontics, Dental School, Free University of Brussels, Belgium
  • 2Abteilung für Kieferorthopädie, Bernhard Gottlieb-Universitätszahnklinik, Medizinische Universität Wien, Österreich
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Publication Date:
18 September 2009 (online)

Zusammenfassung

Die in dem vorliegenden Artikel vorgestellten Patientinnen zeigten ausgeprägte Engstände, die sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer allein unter Verwendung des Damon®-Systems ohne die Durchführung von Extraktionen und / oder approximaler Schmelzreduktion aufgelöst wurden. Bei der kephalometrischen Untersuchung der Auswirkungen dieses Behandlungsverfahrens fielen insbesondere die im Rahmen der Behandlung aufgetretene Proklination und Protrusion der Unterkiefer-Frontzähne auf. Im Oberkiefer hingegen zeigten die Positionsveränderungen der Frontzähne eine größere Variabilität, was ­darauf schließen ließ, dass hier in vielen Fällen der benötigte Platz zum Auflösen des Engstandes durch andere Mechanismen, insbesondere die ­Expansion, geschaffen wurde. Die Weichteile, d. h. das Lippenprofil, folgten im Wesentlichen den Oberkiefer-Frontzähnen, sodass auch hier die Verän­derungen variabel waren. Die Möglich­keiten, ungewünschte Nebenwirkungen zu ver­meiden und damit sowohl den Behandlungsverlauf als auch das Behandlungsergebnis günstig zu beeinflussen, werden diskutiert.

Abstract

The patients presented in this article showed ­severe crowding in the upper as well as in the ­lower jaw before the treatment and were treated with the Damon®-System without performing any extractions or approximal enamel reduction. Investigating the effects of this treatment pro­cedure cephalometrically the most striking find­ing were the occurred proclination and protrusion of the lower frontal teeth. However, the changes concerning the position of the upper frontal teeth showed more variability indicating that the space needed to solve the crowding was created by other mechanisms, in particular by expansion. The soft tissues, i. e. the lip profile, mainly fol­lowed the upper frontal teeth so that their changes were variable, too. The possibilities to avoid negative side effects and positively influence progress and outcome of treatment are discussed.