retten! 2012; 1(2): 109-116
DOI: 10.1055/s-0032-1311808
Fachwissen
Titelthema
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Sicherung der Atemwege – Endotracheal versus supraglottisch

Björn Lütcke
,
Thorsten Schlicke
Further Information

Publication History

Publication Date:
07 May 2012 (online)

Zusammenfassung

”Treat first, what kills first“ – die Sicherung des Atemwegs hat oberste Priorität. Sie ist eine präklinische Kernkompetenz und doch komplikationsträchtig. Wann sollten Sie supraglottische Atemwegshilfen verwenden, und wann müssen Sie intubieren? Wir vergleichen verschiedene Atemhilfen und stellen die jeweiligen Vor- und Nachteile vor.

Kernaussagen

  • Die invasive Atemwegssicherung in der präklinischen Notfallmedizin ist komplikationsträchtig.

  • Bei der Atemwegssicherung steht die Versorgung mit Sauerstoff im Mittelpunkt.

  • Die verschiedenen Hilfsmittel müssen primär und unmittelbar am Notfallpatienten zur Verfügung stehen.

  • Die Atemwegssicherung mittels SAD und die endotracheale Intubation sind sich ergänzende und auch konkurrierende invasive Verfahren. Die Wahl des Hilfsmittels ist von der Erfahrung des Anwenders abhängig.

  • Die invasive Atemwegssicherung ist eine der Kernkompetenzen der Notfallmedizin. Sie muss klinisch bei geplanten Atemwegssicherungen und im Simulationstraining erworben und danach durch regelmäßiges Training aufgefrischt werden.

Ergänzendes Material