Gesundheitswesen 2015; 77(07): 453
DOI: 10.1055/s-0035-1550030
Gasteditorial
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Rückblick auf den ÖGD Kongress 2014

U. Teichert
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
30. Juli 2015 (online)

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

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Dr. Ute Teichert

liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Der Öffentliche Gesundheitsdienst professionell auf dem Weg“ so lautete der Titel des 64. Wissenschaftlichen Kongresses, der im Mai 2014 in Magdeburg stattfand. An der Vielzahl der Beiträge aus unterschiedlichen Themenbereichen, die Sie in diesem Heft finden werden, können Sie fachliche Diskussionen und inhaltliche Aufbereitungen gut nachvollziehen. „Aus der Praxis für die Praxis“ – das ist die Devise des ÖGD Kongresses. Einerseits bietet sich den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, wissenschaftliche Kenntnisse aus ihrem Praxisalltag auf dem Kongress vorzustellen und vor allem auch fachlich zu diskutieren. Andererseits soll es für die Besucherinnen und Besucher möglich sein, möglichst viele Anregungen mitzunehmen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden im vorliegenden Heft einige wichtige Beiträge des Kongresses vertieft dargestellt.

Der ÖGD leidet zurzeit an einem erheblichen Nachwuchsmangel im ärztlichen Bereich. Um dem entgegen zu wirken, sind auch Veränderungen im Medizinstudium notwendig. Der Öffentliche Gesundheitsdienst muss dort einen größeren Anteil erhalten. Praktika, Famulaturen und Teile des praktischen Jahres, die während des Medizinstudiums im Öffentlichen Gesundheitsdienst abgeleitet werden, müssen anerkannt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gesundheitsamt Frankfurt, in dem seit über einem Jahr Teile des praktischen Jahres abgeleistet werden können. Die Einbindung des studentischen Nachwuchses findet auch in der humanitären Sprechstunde im Gesundheitsamt statt, über die in diesem Heften berichtet wird.

Ein ganz wichtiger Anteil des Kongresses war eine gemeinsame Podiumsveranstaltung mit der Gesellschaft für Hygiene, Umwelt- und Präventivmedizin. Der BVÖGD und auch die GHUP möchten ihre gemeinsame fachliche Ausrichtung nach außen hin darstellen und den Grundstein für weitere zukünftige Kooperation legen. GHUP und BVÖGD sind gemeinsam professionell auf dem Weg, das verdeutlichen eindrucksvoll die 3 Beiträge zum Thema „ÖGD meets GHUP: lassen Sie sich hiervon inspirieren!“

Erstmalig werden die 3 Gewinner des Posterpreises vorgestellt und Sie haben die Möglichkeit, sich über deren Projekte zu informieren. Die Kolleginnen und Kollegen aus Stendal, Sachsen-Anhalt und Braunschweig stehen Ihnen sicherlich auch für weitere Rückfragen zur Verfügung.

Alles in Allem war der Kongress in Magdeburg sehr erfolgreich und gab allen Beteiligten viele professionelle Impulse für Ihre weitere Arbeit. Daher wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre und hoffe, Sie beim nächsten Kongress wiederzusehen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Ihre

Ute Teichert