ZWR 2017; 126(06): 284-292
DOI: 10.1055/s-0043-110203
Fortbildung/Parodontologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Schmerzausschaltung vor Behandlung von Parodontopathien

Andrea Langbein, Markus Prothmann, Lothar Taubenheim
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Publication Date:
30 June 2017 (online)

Bei richtiger Indikationsstellung wird die nicht chirurgische Parodontitistherapie bei Taschentiefen bis 5 mm – und bei > 5 mm als Initialtherapie einer gegebenenfalls anschließenden offenen Kürettage – wegen ihrer hohen Erfolgsaussicht und ihres überschaubaren zeitlichen Aufwands als wirksame Methode zur Behandlung und Kontrolle der Parodontitis allen Praktikern empfohlen. Der zahnmedizinische Behandlungsschritt dieses Therapiekonzepts – Scaling und Root Planing – ist oft nur unter Schmerzausschaltung möglich, in der Regel durch Anästhesie des N. alveolaris inferior (Unterkiefer) und Infiltrationsanästhesie (Oberkiefer und Unterkieferfrontzahnbereich). Die Beeinträchtigungen des Patienten nach Abschluss der Therapie sind deutlich festzustellen und weitgehend durch die Lokalanästhesie verursacht [1].