Notf.med. up2date 2018; 13(02): 125-130
DOI: 10.1055/s-0043-119284
Schritt für Schritt
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Mechanische Thoraxkompressionsgeräte Schritt für Schritt

Dominik Treffer
,
Stefan Monschau
,
Matthias Helm
,
Anne Weißleder
Further Information

Publication History

Publication Date:
13 July 2018 (online)

Einführung

Eine kardiopulmonale Reanimation (CPR) ist eine physisch wie psychisch fordernde Situation für das gesamte Rettungsteam. Die korrekte Durchführung der Thoraxkompressionen als Qualitätsindikator einer „high-quality CPR“ kann durch äußere Umstände (z. B. Patiententransport) oder notwendige technische Untersuchungen (z. B. Koronarangiografie) nicht nur deutlich erschwert werden, sondern auch gesundheitliche Risiken (z. B. Unfallgefahr, Strahlenbelastung) für die Helfer bedeuten. Besonders in derartigen Situationen stellen mechanische Thoraxkompressionsgeräte qualitativ hochwertige Thoraxkompressionen sicher, ohne das Personal körperlich zu belasten. Ein genereller Überlebensvorteil durch die Verwendung dieser Devices bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand im Vergleich zur manuellen Thoraxkompression konnte bisher nicht gezeigt werden [1], [2], [3], [4], [5]. So wird in den aktuellen Reanimationsleitlinien des European Resuscitation Council (ERC) von 2015 keine Empfehlung zum routinemäßigen Einsatz dieser Hilfsmittel ausgesprochen [1]. Sie sind jedoch als Alternative für jene Situationen verankert, in denen hochqualitative Thoraxkompressionen manuell nicht zu erbringen sind oder deren Ausführung für die Helfer gefährlich ist (z. B. während des Patiententransports) [1].