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DOI: 10.1055/s-0045-1801929
Eine Vision für eine einheitliche Softwarelandschaft im ÖGD und deren Umsetzung: Open-Source, Digitalisierung und OZG 2.0
Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) wird die Notwendigkeit einer einheitlichen und interoperablen Softwarelandschaft immer dringlicher. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention präsentiert eine zukunftsweisende Vision, wie der ÖGD durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen, browserbasierter Technologien und volldigitalisierter Antragsstrecken im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG) 2.0 auf ein neues digitales Niveau gehoben werden kann. Ein zentrales Element dieser Vision ist die Integration der Deutschland-ID für eine sichere und effiziente Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die vorgestellten Projekte sind Bestandteile der vom Bund ausgerufenen IT-Zielarchitektur, welche eine Harmonisierung und Standardisierung der Softwarelösungen im ÖGD anstrebt. Eine langfristige Perspektive sieht auch die Einbindung der Telematikinfrastruktur (TI) als zukunftsweisende Architektur vor. Es wird ein möglicher Weg für den einheitlichen Roll-out solcher Anwendungen aufgezeigt, um deren flächendeckende und effiziente Nutzung zu gewährleisten. Diese Vision unterstützt die übergreifenden Ziele des OZG 2.0 und der IT-Zielarchitektur: den ÖGD effizienter, bürgerfreundlicher und digitaler zu gestalten.
Im zweiten Teil wird die konkrete Umsetzung dieser Vision am Beispiel der Gesundheitsbehörden in Bayern vorgestellt. Anhand ausgewählter Maßnahmen wird das Zusammenwirken verschiedener Akteure auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bei der Entwicklung und Implementierung von Fachverfahren demonstriert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Integration in eine interoperable IT-Architektur, der Förderung von Nachnutzbarkeit durch Open-Source-Lizenzen sowie der Unterstützung der bayerischen Gesundheitsämter durch eine zentrale IT-Service-Organisation, welche aktuell durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aufgebaut wird.
Der Vortrag schließt mit einer offenen Diskussionsrunde, in der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen einbringen und mögliche Synergien für die weitere Zusammenarbeit im ÖGD identifiziert werden können.
Publication History
Article published online:
11 March 2025
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