Rehabilitation (Stuttg) 2004; 43(5): 271-283
DOI: 10.1055/s-2004-828394
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Qualitätssicherung in der Rehabilitation: Wo stehen wir heute?

Quality Assurance in Rehabilitation: Where Do We Stand Today?W.  H.  Jäckel1, 2 , E.  Farin1
  • 1Abt. Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Freiburg
  • 2Hochrhein-Institut für Rehabilitationsforschung, Bad Säckingen
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Publication Date:
07 October 2004 (online)

Zusammenfassung

Im Bereich der medizinischen Rehabilitation ist in den letzten Jahren ein Qualitätssicherungssystem eingeführt worden, das sich - im Vergleich zu anderen Bereichen des Gesundheitsversorgungssystems - durch einen umfassenden Ansatz (Berücksichtigung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität), durch eine besondere Patientenorientierung, eine starke wissenschaftliche Fundierung und durch die flächendeckende Implementation auszeichnet. Die Teilnahme am Qualitätssicherungsprogramm ist für alle stationären Einrichtungen verpflichtend, für die ambulante Rehabilitation wird derzeit ein eigenes Programm entwickelt. Durch die Rückmeldung der Ergebnisse erhalten die Einrichtungen konkrete Hinweise über bestehende Stärken und Schwächen und damit für Ansatzpunkte der Qualitätsentwicklung im Rahmen des internen Qualitätsmanagements. In der vorliegenden Arbeit werden zunächst die Instrumente und Verfahren sowie ausgewählte Ergebnisse aus den bisherigen Erhebungen der externen Qualitätssicherung vorgestellt. Anschließend werden die wichtigsten Ansätze zum internen Qualitätsmanagement in der Rehabilitation beschrieben. Die Arbeit schließt mit einer Deskription der Stärken und Schwächen der vorhandenen Qualitätssicherungsprogramme und Vorschlägen für deren Weiterentwicklung.

Abstract

In the sector of medical rehabilitation in Germany, a quality assurance programme has been established over the last decade. What distinguishes this programme in comparison to other sectors of the health care system is its comprehensive approach (including quality of structures, processes and outcomes), the special attention given to patients' needs, its scientific foundation, and its implementation throughout the sector. Participation in this programme is obligatory for all in-patient rehabilitation facilities. For out-patient rehabilitation, a specific programme is currently being developed. The feedback report to the facilities gives them concrete indications of existing strengths and weaknesses and thus offers them a start for developing their quality by means of internal quality management. The article begins with a presentation of the instruments and procedures applied as well as selected results of the previous surveys in the context of external quality assurance. Subsequently, the most important approaches to internal quality management are explained. The article ends with a description of the strengths and weaknesses of the existing quality assurance programmes and proposes steps to be taken for their further development.

Literatur

1 Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine DEGEMED-Zertifizierung aus konzeptionellen Gründen immer auch eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000 umfasst (siehe oben).

Prof. Dr. Wilfried H. Jäckel

Universitätsklinikum Freiburg · Abt. Qualitätsmanagement und Sozialmedizin

Breisacher Straße 62/Haus 4

79106 Freiburg

Email: wilfried.jaeckel@uniklinik-freiburg.de

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