Aktuel Ernahrungsmed 2005; 30(1): 43-48
DOI: 10.1055/s-2004-834559
Fortbildung
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Subjective Global Assessment - eine Methode zur Erfassung des Ernährungszustandes

Subjective Global Assessment - A Method for the Assessment of Nutritional StateT.  Schütz1 , M.  Plauth2
  • 1Charité Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
  • 2Städtisches Klinikum Dessau
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Publication Date:
03 February 2005 (online)

Einleitung

Die Folgen einer Mangelernährung sind für den Patienten vielfältig und reichen von gestörter Wundheilung, erhöhter Komplikationsrate, längerer Liegezeit und häufigerer stationärer Wiederaufnahme bis hin zu einer erhöhten Morbidität und Mortalität [1]. Damit einher gehen höhere Kosten für die Krankenversorgung, die das Gesundheitssystem belasten [2]. Neuere Untersuchungen in industrialisierten Ländern zeigen, dass 20 - 60 % der Krankenhauspatienten bei Aufnahme mangelernährt sind und dieser Zustand häufig nicht oder zu spät entdeckt wird [3] [4] [5] [6]. Deshalb fordert die DGEM-Leitlinie Enterale Ernährung, dass die Erfassung des Ernährungszustandes Bestandteil jeder ärztlichen Untersuchung sein muss [7]. Da verschiedene Aspekte des Ernährungszustandes durch verschiedene Methoden erfasst und abgebildet werden, existiert kein Goldstandard zur Erfassung des Ernährungszustandes. Es sind jedoch Untersuchungsmethoden beschrieben, die geeignet sind, mangelernährte Patienten in Klinik und Praxis zu identifizieren. Für diese Anwendung wird das Subjective Global Assessment (SGA) nach Detsky, das eine Einschätzung des Ernährungszustandes aus einer Kombination anamnestischen Daten und körperlicher Untersuchung erlaubt, auch vom Leitungsgremium der Amerikanischen Gesellschaft für Parenterale und Enterale Ernährung (ASPEN) in den Leitlinien dieser Gesellschaft [8] aufgrund seiner Validierung und Reproduzierbarkeit [9] empfohlen.

Literatur

Dr. rer. nat. Tatjana Schütz

Charité Universitätsmedizin Berlin · Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

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