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DOI: 10.1055/s-2008-1081427
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York
Zusammenfassende Kommentierung der Übersicht von Volpe M, Int J Clin Pract 2008 - Mikroalbuminurie-Screening bei Patienten mit Hypertonie: Empfehlungen für die klinische Praxis
Publication History
Publication Date:
16 July 2008 (online)
Pathologische Veränderungen der mikro- und makrovaskulären Strombahn führen zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Gefäßwand für hochmolekulare Stoffe wie zum Beispiel Albumin. Diese generalisierte Störung der Schrankenfunktion manifestiert sich an einer für eine Untersuchung gut zugänglichen Stelle des Körpers als Albuminausscheidung in den Urin (Albuminurie) und an der Netzhaut des Auges (Retinopathie). Das zeitgleiche Auftreten beider Komplikationen beträgt bei Vorliegen einer Albuminurie im Verlauf der Erkrankung bis zu 100%.
Die Mikroalbuminurie (Ausscheidung von geringen Mengen Albumin), die über Jahre ausschließlich als sensitiver Marker für eine beginnende Nierenbeteiligung bei Diabetikern eingestuft wurde, gilt heute als Marker für den Zustand des Gefäßsystems und kennzeichnet Patienten mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko. Es konnte gezeigt werden, dass ein Anstieg der Albuminausscheidung mit einem erhöhten Risiko für Endorganschäden, für kardiovaskuläre Ereignisse oder Tod verbunden ist. Während aber zunächst angenommen wurde, dass es sich dabei vor allem um eine Komplikation des Typ-2-Diabetes handelt, wurde der Zusammenhang mittlerweile auch für hypertensive Patienten ohne Diabetes gezeigt. In seiner Übersicht, die im International Journal of Clinical Practice veröffentlicht wurde, plädiert Prof. Massimo Volpe für ein regelmäßiges Screening von Patienten mit Hypertonie auf das Vorliegen einer Mikroalbuminurie, um frühzeitig eine erhöhte kardiovaskuläre Gefährdung zu erkennen [1].
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