Gesundheitswesen 2017; 79(10): e70-e77
DOI: 10.1055/s-0042-121601
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Cross-Border Capacity Assessment in Dementia Care

Grenzüberschreitende Kapazitätsbewertung der DemenzversorgungWesley Jongen1, Matthew J. Commers1, Jos M.G.A. Schols2, Genc Burazeri1, Helmut Brand1
  • 1International Health, Maastricht University, Maastricht, Netherlands
  • 2Health Services Research, Maastricht University, Maastricht, Netherlands
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Publication History

Publication Date:
16 February 2017 (eFirst)

Abstract

Introduction

Within the Euregio Meuse-Rhine, cross-border cooperation in the healthcare sector has taken place on different occasions and at different levels. However, it still proving to be difficult to have an overview of the existing structures and activities of Euregio in specific healthcare fields, such as for instance, dementia care. The aim of this study is to examine to what extent cooperation in the Dutch province of Limburg in the field of dementia care can be considered Euregionally oriented.

Methods

In order to create more cross-border transparency within the Euregional dementia care field, we conducted a capacity assessment analysis. Capacity assessment is the first step in the further development of healthcare capacities by mapping current as well as desired capacities. Although we related the model as applied in this study explicitly to dementia care in the Euregio Meuse-Rhine, the model could be applicable in other cross-border settings and/or healthcare fields as well.

Results

Despite the apparently well-functioning system of regional dementia care networks in the Dutch province of Limburg, none of the respondents declared to have structural contacts with similar organizations in the other (German and Belgian) parts of the Euregio. Moreover, many of our respondents argued that cross-border cooperation in the field of dementia care could be interesting in various ways, but at the same time there is currently no direct necessity to actively pursue such cooperation.

Conclusion

Despite the absence of structural cross-border cooperation initiatives in the field of dementia care in the Euregio Meuse-Rhine, some suggestions can be made for the formulation of a potential capacity development response on the basis of the results of the capacity assessment as conducted in this study (showing gaps between current and desired capacities). Even if it is subsequently decided not to formulate a concrete capacity development response (for example due to the lack of a mutual objective need amongst organizations to engage in cross-border cooperation), a capacity assessment offers at the least a reflection on an organization’s own performance as well as providing transparency between organizations. The main opportunities for the formulation of a capacity development response on a Euregional level in the field of dementia care are related to knowledge development and the creation of partnerships.

Zusammenfassung

Einleitung

Innerhalb der Euregio Maas-Rhein (bestehend aus der niederländischen und der belgischen Provinz Limburg, der belgischen Provinz Lüttich sowie der (Städte)Region Aachen) hat grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitssektor, aus verschiedenen Veranlassungen und auf unterschiedlichen Ebenen, stattgefunden. Jedoch ist es schwierig einen Überblick in der Euregio zu behalten über die bestehenden Strukturen und Aktivitäten zu speziellen Versorgungsbereichen wie z. B. der Demenzversorgung. Ziel dieser Studie ist es, das Ausmaß der euregionalen Orientierung für eine Zusammenarbeit in der Demenzversorgung in der niederländischen Provinz Limburg zu untersuchen.

Methoden

Um mehr grenzüberschreitende Transparenz im Bereich der euregionalen Demenzversorgung zu erzeugen, wurde eine Kapazitätsbewertung vorgenommen. Eine Kapazitätsbewertung ist der erste Schritt in der Weiterentwicklung von Gesundheitsversorgungskapazitäten durch die Abbildung von bestehenden und gewünschten Kapazitäten. Obwohl wir das Model dieser Studie auf Demenzversorgung in der Euregio anwenden, könnte das Model auch auf andere Grenzregionen und/oder Gesundheitsbereiche anpassbar sein.

Ergebnisse

Trotz anscheinend gut funktionierender regionaler Netzwerke in der Demenzversorgung in der niederländischen Provinz Limburg, erklärte keiner der Befragten, strukturelle Kontakte zu vergleichbaren Einrichtungen in anderen Teilen (Deutschland und Belgien) der Euregio zu haben. Darüber hinaus führten viele der Befragten an, dass eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Demenzversorgung auf verschiedene Weisen von Interesse sein könnte, gleichzeitig aber besteht derzeit keine direkte Notwendigkeit, eine solche Kooperation anzustreben.

Schlussfolgerung

Trotz des Ausbleibens von strukturellen grenzüberschreitenden Kooperationsinitiativen im Bereich der Demenzversorgung in der Euregio Maas-Rhein, können einige Formulierungsvorschläge für eine potenzielle Entwicklungsarbeit von Kapazitäten gemacht werden–basierend auf den Ergebnissen der Kapazitätsbewertung aus der vorliegenden Studie (mit Unterschieden zwischen derzeitigen und gewünschten Kapazitäten). Selbst wenn im Weiteren entschieden wird, eine konkrete Entwicklungsarbeit für Kapazitäten nicht zu formulieren (z. B. aufgrund einer nicht vorhandenen objektiven Notwendigkeit bei den Einrichtungen eine grenzüberschreitenden Kooperation zu beginnen), bietet eine Kapazitätsbewertung zumindest eine Reflexion über die eigene Leistungsfähigkeit einer Einrichtung und schafft Transparenz zwischen den Einrichtungen. Die hauptsächlichen Chancen für die Formulierung von Entwicklungsarbeit von Kapazitäten auf euregionalem Niveau im Bereich der Demenzversorgung sind verbunden mit einer Wissensentwicklung und der Initiierung von Partnerschaften.