Zielsetzung: Die morbide Adipositas wird mit einem Body Mass Index von über 40 definiert. In Österreich
und Deutschland sind ca. 1% der Bevölkerung (ca. 900.000) morbid adipös, im Vergleich
dazu sind in den USA ca. 15 Millionen Menschen morbid adipös. In den USA belaufen
sich die Kosten, die durch die Fettsucht verursacht werden, auf ca. 100 Milliarden
Dollar pro Jahr, und ca. 280.000 US Amerikaner versterben pro Jahr an den Folgen der
Fettsucht.
Material und Methoden: An der Universitätsklinik Innsbruck wurden von Jänner 1996 bis Dezember 2003 566
laparoskopische Magenbandanlagen (Swedish adjustable gastric band) durchgeführt. Alle
Daten (demographisch, morphologisch, operativ, follow-up) wurden in einer Computerdatenbank
prospektiv gesammelt.
Ergebnisse: Der durchschnittliche Gewichtsverlust betrug 35,5kg nach einem Jahr und 54kg nach
3 Jahren. Der mittlere Excess weight loss wies 72% nach 3 Jahren auf. Patienten mit
Co-Morbiditäten zeigten eine deutliche Verbesserung dieser Begleiterkrankungen. 6,4%
der Patienten mussten aufgrund Komplikationen erneut operiert werden.
Zusammenfassung: Das laparoskopisch platzierbare adjustierbare Magenband stellt eine effektive Methode
zur Behandlung der morbiden Adipositas dar. Diese Operationsmethode ist effektiv in
der Gewichtsreduktion, ist minimal invasiv, total reversibel und kann dem Patienten
entsprechend adjustiert werden. Nichtsdestotrotz sollten vor jedem operativen Eingriff
alle konservativen Therapieresourcen maximal ausgeschöpft werden.