Klin Monbl Augenheilkd 2018; 235(02): 219-222
DOI: 10.1055/s-0041-105822
Offene Korrespondenz
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Blindheit Homers

Homerʼs Blindness
Volker Seiberth
Klinik für Augenheilkunde, Marienhospital Osnabrück
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Publication Date:
25 October 2017 (online)

Die Blindheit Homers ist legendär, obwohl keineswegs sicher ist, dass Homer gelebt hat oder gar blind war [1]. Dennoch hat sich die bildende Kunst seit der Antike dieses Themas in besonderer Weise angenommen. Zahlreiche römische Kopien der griechischen Porträtbüsten haben sich erhalten [2]. Sie geben Homers Gebrechen der Blindheit eindrucksvoll wieder. Mit Beginn der Neuzeit erfuhren diese Büsten eine bemerkenswerte Renaissance und Wertschätzung. Ihre Kopien waren außerordentlich weitverbreitet und fanden sich in königlichen, fürstlichen und bürgerlichen Sammlungen.

 
  • Literatur

  • 1 Latacz J. Homer: der erste Dichter des Abendlands. 4. überarbeitete und durchgehend aktualisierte Auflage. Düsseldorf [u. a.]: Artemis & Winkler bei Patmos; 2003
  • 2 Boehringer R, Boehringer E. Homer: Bildnisse und Nachweise. Bd. 1: Rundwerke. Breslau: Hirt; 1939
  • 3 Wünsche R. Glyptothek München. Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur. München: CH Beck; 2005
  • 4 Zanker P. Die Maske des Sokrates: Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst. München: CH Beck; 1995
  • 5 Richter GMA. The Portraits of the Greeks. Abridged and revised by RRR. Smith. Oxford: Phaidon; 1984
  • 6 Lavater JC. Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe. Leipzig und Winterthur; 1776
  • 7 Magnus H. Die antiken Büsten des Homer. Eine augenärztlich-ästhetische Studie. Breslau: J.U. Kern (Max Müller); 1896
  • 8 Robert Koch Institut (RKI). RKI-Ratgeber für Ärzte: Chlamydiosen (Teil 1): Erkrankungen durch Chlamydia trachomatis (21.12.2010). Im Internet: http://www.rki.de Stand: 10.06.2015